Die Dorfgemeinschaft Wölting
Zehentrechtlich gehörte Wölting zum Kloster Admont, das einen genau abgesteckten Zehentbezirk im Osten des Lungaus besaß. In Wölting standen sogar zwei Zehenthöfe, die die kirchlichen Abgaben sammelten. Beide Höfe, der Tafernhof und der Nothof brannten bereits im 19. Jahrhundert ab. Immer wieder versuchten Erzbischof und Domkapitel im Mittelalter Einfluss auf dieses admontische Zehentgebiet zu nehmen. So zum Beispiel im Jahr 1164, als Erzbischof Eberhard III. die Zehente der neu entstandenen Güter in Zankwarn bei Mariapfarr für sich beanspruchte. Ein schiedsrichterlicher Spruch begünstigte jedoch das Kloster Admont. Unter den Zeugen dieser Rechtshandlung finden wir auch die erzbischöflichen Ministerialen „Liutoldus de Waltich“ und dessen Bruder Ekke – die erste urkundliche Erwähnung von Wölting. Heute trennt der Lessachbach Wölting geografisch in zwei Teile: in einen Tamsweger Teil und in einen zu St. Andrä gehörigen, auf dem sich die beiden alten Güter „Steinhäusl“ und „Popen“ befinden.
(Quelle www.Tamsweg.at Autor Mag. Klaus Heitzmann) Kameradschaft Wölting
Durch die Gründung eines „Vereinigten“ im Jahre 1950 ist die Dorfgemeinschaft Wölting besonders miteinander verbunden. Durch das Jährlich gewählte Kameradschaftsführer und Junggesellenpräses leiten das kulturelle Leben dieses Verbandes. Neben traditionellen Brauchtumsveranstaltungen wie Knödeleisschießen, Maibaumsteigen und ähnlichen Ereignissen reaktivierte die Dorfgemeinschaft auch das jährlich stattfindende „Gonesrennen“.
(Quelle www.Tamsweg.at Autor Mag. Klaus Heitzmann) |